Taek und ich starten zu zweit gemütlich um 9:00 hTaek ist mit Alex, einer Amerikanerin, die mit dem ersten Kind der beiden im 7. Monat schwanger ist, vergheiratet – und spricht – wen wundert es – hervorragend EnglischUnsern ersten Stopp machen wir in einem Dorf, das sich auf ein traditionelles aber landesweit einzigartiges Event vorbereitet …… der Rocket-Competitionhier werden Holzspäne aus einer ganz bestimmten Baumart hergestellt, die dann später verkokelt werden. Die Asche oder die Späne (ich habs nicht ganz verstanden) bilden die Hauptgrundlage für die Raketenherstellung. Zusammen mit anderen Stoffen werden hieraus von Einzelpersonen oder auch von Teams selbsgebastelte Raketen hergestellt.am Competition-Tag im März werden dann vor tausenden Zuschauern von diesem Podest aus nacheinander die selbstgebauten Raketen gezündet. Die, die am höchsten steigt, gewinnt. Die Zuschauer verfolgen das Spektakel aus gebührender Entfernung, denn es hat bereits viele Unfälle gegeben. Mißlingt der Start, bleibt die Rakete am Boden, muss der Konstrukteur leider ins WasserSie steht den ganzen Tag im Modder und baut aus Wurzelballen Wasserdämme, um die Felder für die nächste Reisaussaat vorzubereitenam nächsten See wird Wasser abgezweigt für den Reisanbau während der Trockenzeit (während der Regenzeit ist das komplette Gelände überflutet, also nicht nutzbarsie ist die Eigentümerin der drei Felder, in die die Setzlinge geordnet eingepflanzt werdensie hat Unterstützung von zwei Nachbarinnen. Der Ertrag der 3 Felder reicht für den eigenen Bedarf. Geerntet wird voraussichtlich Ende Märzdie Frauen tragen besondere Strümpfe, die sie vor den Blutegeln im Wasser schützen sollendiese drei Menschen sind gerade dabei, ihr Arbeitsergebnis aus einer Woche für den Abtransport in Säcke zu packen. Sie sammeln im umliegenden Wald Holz, schichten es aufeinander, dichten den Scheiterhaufen mit Sand und anderen Materialien ab, zünden ihn an und lassen das Holz kontrolliert zu Holzkohle kokelndieser Prozess dauert ca. eine Woche. Ein Sack Holzkohle bringt ihnen umgerechnet 1,60 €. Gut dreißig Säcke haben sie gefülltob sie zu einer oder mehreren Familien gehören und somit den Gewinn teilen müssen, habe ich nicht herausbekommendiese Männer fangen Fische. Sie waten langsam durch die seichte Wasserbrühe und beobachten, ob die Oberfläche auf Fischbewegung hinweist. Wenn ja, werfen sie geschickt ihr Netz, das sich im Flug entfaltet und, weil es an den Rändern mit Metall beschwert ist, schnell auf den Grund absinktanschließend hockt sich der Fischer über sein Netz und tastet es mit den Händen nach Beute aber ist ebenfalls Fischer auf dem selben Seeer hat an Bambusstangen befestigt ein Netz unter Wasser gespanntan dieser „Falle“ fährt er ständig entlang und greift dort zu, wo ihm ein Fisch ins Netz gegangen istbei untergehender Sonne …… machen die Bauern sich auf den Heimwegder Touri und sein Guide auch