alter Mann, was nun …???

Weil unser Flug zurück nach Thailand mitten in der Nacht zum Montag geht, schlagen wir die Zeit am Sonntag wegen der klimatisierten Verhaltnisse im größten Einkaufszentrum von Cebu-City tot.


Wir sind viel zu früh am viel zu kleinen Abflugterminal (schätzungsweise die Hälfte der Wartenden muss in Ermangelung komfortabler Sitzmöglichkeiten die Zeit auf dem Boden sitzend oder liegend verbringen). Der vierstündige Flug geht pünktlich, so dass wir in aller Herrgottsfrühe gegen 5:30h in Don Mueang/Bangkok landen.
Gute Zugverbindung (fast ohne Wartezeit) nach Ayutthaya, mit dem TukTuk zu meiner Lieblingsunterkunft, Tamarind Guesthouse, herzlicher Empfang. Phim holt sofort versäumten Schlaf nach, während ich mich wach halte, damit ich in der Nacht gut schlafen kann.


So weit – so gut.
Am Dienstag Morgen – ich habe mit kurzer Unterbrechung fast elf Stunden geschlafen – Schwindelanfälle (wenn ich vom Sitzen aufstehe), geschwollene Füße (meine Fußknöchel sind nicht mehr zu sehen), ich höre schlecht (Druckausgleich funktioniert nicht) und der Tremor in meiner rechten Hand (ich will zwei Tassen Kaffee zu unserem Frühstücksplatz tragen) überfällt mich augenblicklich derartig stark, dass ich den Inhalt der Tasse in meiner rechten Hand nahezu vollständig auf dem Boden verteile (mich nicht einmal mehr umdrehen und die Tasse absetzen kann, sondern belemmert im Raum stehe und Phim um Hilfe anflehe).
Dieser Dienstag (10.02.2026) führt mir eindrücklich vor Augen, dass ich nicht mehr in der Lage bin extreme Belastungen (z.B. stressige, ungemütliche 36 Stunden ohne Schlaf) wegzustecken. Mein bedingungsloses Streben nach Autonomie und Autarkie ist inzwischen an einen ausgeglichenen Lebensalltag gebunden.


Unser zweiter – und letzter gemeinsame – Tag in Ayutthaya ist nicht nur aufgrund der SunSetBoatTour (ich habe aufgehört zu zählen, fünf mal habe ich sie bestimmt schon gemacht) wunderschön.


Während Phim am Donnerstag mit dem Zug nach Nakhon Ratchasima fährt (um von dort mit dem Bus nach Phimai zu gelangen), bringt mich ein Van nach Singburi.
Anstatt die Vorteile des Alleinreisens endlich wieder genießen zu können, hänge ich hier im Golden Dragon Resort seit zwei Tagen fest, weil eine heftige, eitrige Mittelohrentzündung mir tierische Schmerzen bereitet und schlaflose Nächte beschert. Nach beinahe drei Monaten (bzw. 90 Nächten) mit Ohropax (die ich wahrscheinlich auch zu selten gewechselt habe), muss ich mich über die Reaktion meines Hörorgans rechtsseitig nicht wundern.



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