Tropensturm

Ein konstanter, auflandiger Sturm, dass sich die Balken (Palmen) biegen, dazu peitschender Regen, der scheinbar nicht vom Himmel fällt, sondern vom Meer aus horizontal an Land geschossen wird. In Folge Stromausfälle alle Nase lang, die Fähren und Schiffe bleiben im Hafen, ebenso die Fahrzeuge an Land, das öffentliche Leben ist herunter gefahren – man ist quasi Gefangener zu Hause trotz Schlüsselgewalt.
Wohl wissend, dass das Unwetter voraussichtlich am Sonntag, also übermorgen, vorbei sein wird und ausharrend in einem stabilen Haus, versorgt von den Gastgebern mit allem Notwendigen, ist dies eine spannende Erfahrung für uns.
Aber wenn ich an die Einheimischen denke, die aufgrund der Klimaveränderung immer häufiger solche Wetterkapriolen in Wellblech- oder Bambushütten aushalten, dabei ihre Kinder und vielleicht Alte und Kranke versorgen müssen, die keine Hausratsversicherung, kein Sparkonto, keine Krankenversicherung, kein Einkommen haben, wenn sie nicht arbeiten können, dann fühle ich mich schlecht und ohnmächtig …

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