Wenn man die Philippinen in den sogenannten sozialen Medien oder YouTube aufruft, bekommt man tonnenweise Bild- und Videomaterial traumhafter, paradiesisch anmutender Urlaubskulissen serviert. Natürlich möchte ich ebenfalls einen menschenleeren, weißen Sandstrand erleben, im Schatten einer Palme dösen, mich dem monotonen Geräusch anlandender Wellen hingeben und im kristallklaren Wasser gemeinsam mit Meeresschildkröten schwimmen.
Nachdem wir mühelos elf Stunden nachgeholt haben, möchte ich aber unseren zweiten Tag auf den Philippinen mit einem Blick hinter die Kulissen beginnen.
Die zweieinhalb Kilometer vom Estaca Bay Garden Conference Resort, unserem ersten Zwischenstopp auf Cebu Island, bis Compostela, dem nächstgelegenen kleinen Städtchen, machen wir auf kleinen Sträßchen, die parallel zur Schnellstraße an der Küste verlaufen, zu Fuß.
Ich will noch keine Bewertung machen – erst recht nicht ein Urteil fällen – zumindest aber ist der erste Eindruck ernüchternd: ich sehe keine bettelnde Menschen auf der Straße, aber dass hier viele, viele Menschen unter einfachsten Bedingungen leben, ist offensichtlich. Ihre winzigen Häuschen bzw. Hütten wirken zusammengeschustert und oft baufällig. Überall werden Materialien gehortet, die bei uns nicht beachtet würden, hier aber vielleicht in irgendeinem Zusammenhang noch einmal nützlich werden können. Augenfällig auch hier die Bedeutung sauberer, frischer Kleidung: fast vor jeder Hütte hängt Wäsche zum Trocknen auf der Leine. Ebenfalls sicht- und spürbar: die Fröhlichkeit, Freundlichkeit und Offenheit der meisten Menschen.














Morgen ziehen wir um auf die Camotes Islands.