Um viertel vor Zehn bin ich mit dem vermeintlich guten Mountainbike meine heutige Tour gestartet. Die Berge waren noch eine ganze Zeit nebelverhangen.
Mein Weg führte entlang einer planierten und ausgewaschenen Piste, die die Dörfer, die ich besuchte vom Bootsverkehr unabhängig machen will.
So sieht der Weg aus. An manchen Stellen breit und eben, an anderen wieder kaum befahrbar Wie zum Beispiel an dieser Flussüberführung. Die eigentliche Brücke ist weggespült worden und wird jetzt durch ein paar Baumstämme ersetzt. Ein Moped habe ich rüberfahren gesehen, von vierrädrigen Fahrzeugen nur ReifenspurenDiese wunderschönen Blüten habe ich massenhaft unter einem riesigen Baum gefunden, muss unbedingt herausfinden, was das istIch hatte nicht den Eindruck, dass diese Kautschuk-Bäume bewirtschaftet werdenIn Dorfnähe jedoch wird intensiv Gartenbau betriebenSchweine gezüchtet …Mutter und Tochter stellen in gemeinsamer Arbeit Reisigbündel herDie alte Frau fächert die Reisigbündel auf und trocknet sie über einem Holzfeuer, indem sie sie ständig wendet, damit sie nicht anbrennenohne gemeinsame Sprache haben wir uns dennoch gemochtihre Tochter nimmt dann die getrockneten Bündelund wälzt und walkt so lange damit über den Bodenbis alle Blüten/Früchte/wasweißichdenn abgefallen sind und nur noch die kräftigen Stängel übrig bleibenso sieht die Tochter ausund so das fertige Produkt. Was damit weiter geschieht, habe ich trotz intensiver Bemühungen nicht heraus bekommenUnmittelbar daneben ist der Bauer dabei, seine Wasserbüffelkuh für eine Zwangsbesamung in eine Falle zu lockenMit einer handvoll Salz (und auch ner Menge Gewalt) lockt er das Tier mit seinem Kopf und den Hörnern in die vorbereitete FalleDas dumme Vieh fällt natürlich drauf rein. Wie es weiter ging, habe ich nicht beobachten können, weil die dumme Kuh sich erst mal an ihre Zwangslage gewöhnen mussteDiese Stelle am Fluss fand ich auf der Hinfahrt so idyllischgut 2 Stunden später wird hier mit Netz, Taucherbrille und bloßen Händen der Lebensunterhalt verdientkurz hinter diesem Dorf endet die „Straße“ an einer Flussbiegung. Noch werde ich von den Kindern des Dorfes aus sicherer Entfernung begutachtetDie Jungen sind mutig und wollen unbedingt mein Mountainbike testenEr ist der tollste. Er bringt mir die Zahlen von 1 – 5 auf laotisch bei. Seine Zeichnung am Kopf haben religiösen Ursprung. Außerdem fährt er unheimlich gut Rad. Sein Fahrrad hat nur einen Gang und keine Bremsen. Er bremst mit der Sohle seiner Sandalen auf dem HinterreifenEr ist auch ein guter Radfahrer. Sein Rad ist besser ausgestattet, dafür aber für den Wheelie seines Freundes zu schwernoch ein guter Biker – zurückhaltendstolz präsentieren die Jungen mir ihre selbstgebauten Holzkreisel Der einzige Unfall an diesem Tag. Er ist auf mich aufgefahren und hat die Aufhängung seines Körbchens geschrottet. Konnten wir aber gemeinsam reparieren. Mit HighFive werde ich von den Jungs verabschiedet