Unsäglich der Transfer von Uthai Thani nach Suphan Buri.
Der nette, alte TukTuk stellt sich mit mir nach rd. 10 Kilometer Fahrt an den Seitenrand einer Kreuzung an der Schnellstraße nach Süden. Hier soll in einer halben Stunde der Bus anhalten, der mich nach Suphan Buri bringt. Kurz und klein: der Bus fällt ersatzlos aus (aus welchem Grund auch immer), der nächste kommt zwei Stunden später, so dass ich in sengender Hitze (wenn auch im Schatten eines Baumes) drei Stunden im Ungewissen an dieser Schnellstraßenkreuzung rumhänge. Am Ende des Tages haben mich die 80 Kilometer gut sechs Stunden gekostet.
Nicht der rede Wert sind die eineinhalb Tage in Suphan Buri. Ich lass meine AIS-Simkarte aufladen, kümmere mich um die Weiterfahrt nach Kanchanaburi, Thai- und Foot-Massage, Aussichtsturm, lecker essen – das Übliche halt.
Noch vor einem Jahr fuhren Busse und Vans im Stundentakt vom Busbahnhof Suphan Buri nach Kanchanaburi – heute sind es drei über den Tag verteilt. Die zunehmende Motorisierung breiter Bevölkerungsschichten hat zumindest auf dem Land zum Zusammenbruch des öffentlichen Transportsystems geführt. Einige Linien sind ganz eingestellt, die meisten auf ein Minimum zusammen gestrichen.
Mein Bus um 11:00h spricht Bände. Die Karre ist uralt, auf der 100 Kilometer langen Strecken sind nie mehr als 10 Fahrgäste an Bord, die Mannschaft bildet ein sehr altes Ehepaar, wobei ihm die Aufgabe zufällt, das Ungetüm zu steuern. Ihre Aufgabe ist es, ihn wach zu halten, ihn mit Wasser und Snacks und mit Informationen zu versorgen darüber, was links vom Bus und weit vorne verkehrsrelevant ist. Außerdem verkauft sie die Tickets an die Fahrgäste und sorgt dafür, dass die beförderten Päckchen und Pakete, an der richtigen Stelle in die richtigen Hände geraten.
Dreieinhalb Stunden dauert die Fahrt, weil der Fahrer selten einmal schneller als 30 km/h fährt. Ich bin bestens unterhalten und zufrieden – safety first!





Mein netter Gastgeber im Siam Guesthouse empfiehlt mir einen HNO-Arzt, dessen Sprechstundenhilfe aber, als ich ihr meine Symptome schildere, mich an eine Klinik in der Stadt verweist. Dort könne man mir bestimmt besser helfen, ihr Doktor sei für so einen Fall nicht ausgerüstet.
Atmosphäre und Abläufe in der Privatklinik sind äußerst angenehm und professionell. Der Arzt, ein zerstreuter Professor, stellt fest, dass meine Mittelohrentzündung abgeklungen, das Trommelfell nicht beschädigt und der Gehörgang weiter entzündet ist. Er verschreibt mir wieder antibiotische Tabletten und Tropfen und gibt mir zu den Tropfen hilfreiche Anwendungshinweise. Was es mit dem unveränderten Taubheitsgefühl in der linken Gesichtshälfte auf sich hat, kann er mir nicht sagen. Auch er lässt mich Grimassieren und kommt zu dem Schluss, dass meine Gesichtsmuskulatur ok ist. Falls ich irgendwann meine Augen nicht mehr schließen könne oder mir der Sabber unkontrolliert aus dem Mund laufe, solle ich sofort ein Krankenhaus aufsuchen.




Der Klimawandel lässt auch hier grüßen: Die Temperaturen bewegen sich für Ende Februar im Normalbereich – 36 bis 40° tagsüber, nachts fallen sie kaum unter 25°. Dass aber um diese Zeit in Zentralthailand ein dreistündiger Tropenregen niedergeht, habe ich in acht Jahren zuvor nicht erlebt.

Heute leihe ich mir – wie im vergangenen Jahr – vom dänischen Auswanderer, der mit seiner Thaifrau The Viking Corner betreibt, wieder ein sehr gutes Fahrrad aus.
Ich schaue mir das bunte Treiben an der Brücke am Kwai an,





folge dem Zug über die Brücke und besuche dann das wihan phra phothisat kuan im, einen eindrucksvollen chinesischen Tempel, der auf der anderen Seite der Brücke liegt, besucht.













Für morgen habe ich als Basisausstattung eine schöne Unterkunft, ein tolles Fahrrad, super Wetter – gute Voraussetzungen für einen schönen Geburtstag.
Alles Liebe und Gute wünsche ich auf diesem Wege schon mal meiner Zwillingsschwester Angelika!